Sankt Martinsumzug
. . . . eine alte Tradition wurde wiederbelebt
Rückblick

Als der Verfasser dieses Textes noch klein war, so 10 Jahre alt, da gab es jedes Jahr zu Sankt Martin (am 11.11.) einen Umzug der Kinder und Jugendlichen durch das Dorf. Manche hatten selbstgebastelte Laternen, manche hatten die "Kielköpp" Das Dorf war ja noch viel kleiner als heute und so zog man von Haus zu Haus und sang vor jeder Haustüre die Martinslieder. Die Einwohner spendeten ein paar Groschen die dann nach dem Umzug in Gleitsmanns Wirtschaft in Fanta gut angelegt wurden.


Rückbesinnung auf die Tradition

Es war im Jahr 2000, als die Kinder wieder einmal bei diesem Laternenumzug weinten weil es sehr laut zuging und das Tempo für die Kleinen zu hoch war, fanden sich ein paar Eltern aus Neuwiedermuß zusammen und planten für das Jahr darauf einen Sankt Martinsumzug nach alter Tradition. Da das Dorf in den vergangenen
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Jahren um ca. 200% gewachsen war, wurde eine bestimmte Route festgelegt mit ca. 20 Haushalten bei denen gesungen werden sollte. Als es dann so weit war, wurden Zettel an diese Haushalte verteilt mit dem Hinweis dass wieder ein Sankt Martinszug nach alter Tradition durchgeführt wird. Es kamen dann im Jahr 2001 in Neuwiedermuß über 70 Kinder und Eltern zusammen. Gemeinsam zog man in die Höfe, klingelte an den Haustüren und sang die bekannten Martinslieder. Die Einwohner die das noch aus früheren Zeiten kannten waren teilweise sehr gerührt. Zum Abschluss des Martinsumzuges stellt Thomas Reinstädt seine Scheune zu Verfügung. Dort gibt es dann Glühwein und Würstchen und für die Kids heißen Orangensaft. Mittlerweile sind Flötistinnen mit von der Partie. Mit ihren Blockflöten begleiten sie den immer besser werdenden Gesang der Kinder.

Siehe auch Bilder Martinsumzug.